Anfrage der SPD-Fraktion: Alphabetisierung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Sachverhalt:
Die Volkshochschule Braunschweig (VHS) hat im Auftrag der Stadt Braunschweig für aus dem Ausland neu zugewanderte schulpflichtige Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren Vorbereitungsklassen eingerichtet, in denen denen diese jeweils drei Monate von qualifiziertem Fachpersonal unterrichtet werden. Die Vorbereitungsklassen dienen u. a. der Vermittlung von Sprach- und Methodenkenntnissen und sollen dazu beitragen, dass im Anschluss die passende Schulform für die Kinder und Jugendlichen identifiziert werden kann (siehe dazu die detaillierte Beschreibung in der Vorlage 19-11925 „Fortführung des Konzepts Schulbildungsberatung Braunschweig – SchuBS“).

In den Vorbereitungsklassen der VHS fällt zuweilen auf, dass Kinder und Jugendliche, die im Herkunftsland nicht in lateinischer Schrift alphabetisiert wurden, Schwierigkeiten haben, mit ihren Altersgenossen mitzuhalten. Sie werden daher womöglich schon in der Vorbereitungsklasse vom Leistungsstand her abgehängt und könnten auch in der anschließenden Regelschule deutliche Probleme haben.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Ist der Verwaltung das beschriebene Problem der mangelhaften Alphabetisierung der genannten ausländischen Kinder und Jugendlichen in lateinischer Schrift bekannt?

2. Was für Möglichkeiten sieht die Verwaltung, der erkannten Entwicklung entgegenzuwirken?

3. Falls Möglichkeiten erkannt werden, sind hierfür ggf. zusätzliche, finanzielle Mittel in den kommenden Haushalt einzustellen bzw. stehen Mittel des Integrationsfonds für solche Maßnahmen zur Verfügung?

Gez. Nils Bader

Download: Anfrage der SPD-Fraktion

Download: Stellungnahme der Verwaltung