Die Erfolgsgeschichte Bremerhavens stellte gestern der Oberbürgermeister der Stadt, Jörg Schulz, im Volksfreundsaal SPD-Mitgliedern und Gästen vor und folgte damit einer Einladung der SPD-Ratsfraktion und des SPD-Unterbezirks. „Die Stadt lag am Boden, schlimmer konnte es nicht mehr werden“, skizzierte Oberbürgermeister Schulz die Ausgangslage der Stadt.
Wie eine Stadt mit extrem hoher Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsrückgang zu neuem Selbstbewusstsein gefunden hat, wollte die SPD in Braunschweig wissen. „Wir laden in unserem Wirtschaftspolitischen Dialog regelmäßig Ver-treter aus Politik und Wirtschaft ein, um uns Anregungen aus erster Hand zu holen“, erklärt Mathias Möreke, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.
„Zehn Jahre später haben wir den Bevölkerungsschwund gestoppt, die Ar-beitslosigkeit gesenkt und dank der Investition in Zukunftsbereiche auch eine gute Wirtschaftsprognose“, stellt Schulz zufrieden fest. Zwar ist die Stadt immer noch hoch verschuldet, aber die Weichen für eine positive Entwick-lung sind nun gestellt. „Es macht nicht immer Sinn, die Schulden unbedingt verringern zu wollen, wenn dieses die Entwicklung der Stadt hemmt. Da ist Weitblick und Risikobereitschaft gefragt“, resümiert Schulz.
„Zwar sind Leuchttürme Bremerhavens, wie das Auswanderermuseum, das Zentrum für Offshore-Windkraftanlagen u. a. nicht auf Braunschweig 1 zu 1 übertragbar, aber das Prinzip, die Stärken einer Stadt zu erkennen und sys-tematisch kontinuierlich an ihrem Ausbau zu arbeiten, gilt auch für Braun-schweig“, fasst Möreke zusammen. „Braunschweig braucht Leuchttürme muss deshalb das Motto auch bei uns sein“, fordert er. Potential hat die Stadt nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Zukunftsbranche der Kultur- und Kreativwirtschaft.
gez. Manfred Pesditschek
Fraktionsvorsitzender