SPD fordert bessere Schulkindbetreuung schon zum neuen Schuljahr
10. Mai 2010
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Wie bereits angekündigt, hat die SPD-Ratsfraktion zur Ratssitzung am 11. Mai 2010 einen Änderungsantrag eingebracht, mit dem eine Verbesserung der Schulkindbetreuung schon zum neuen Schuljahr 2010/2011 erreicht werden soll.
Fraktionsvorsitzender Manfred Pesditschek: „Nach dem Programm- und Handlungsrahmen der Stadt Braunschweig nimmt eine „kinder- und familienfreundliche Politik Platz Nummer 1 ein. Dabei sollen eine wohnortnahe Tagesbetreuung sowie ein umfassendes schulisches Angebot die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen.“
Diesen schönen Worten steht eine bittere Realität gegenüber: Während z. B. in den Städten Celle und Wolfsburg ein flächendeckendes Ganztagsangebot im Grundschulbereich vorhanden ist, suchen in Braunschweig Eltern verzweifelt nach Betreuungsplätzen, wenn ihre Kinder den Kindergarten verlassen und eingeschult werden. Mit der Einrichtung neuer Ganztagsschulen in Rühme und Gartenstadt kann dieser Bedarf nur zum geringen Teil aufgefangen werden. Daneben liegen Anträge auf Einrichtung von 288 Betreuungsplätzen vor, von denen nach dem Vorschlag der Verwaltung kein einziger eingerichtet werden soll. Für die betroffenen Eltern ist das ein Schlag ins Gesicht.
Pesditschek: „Wer glaubwürdige Politik machen will, muss seinen hehren Ankündigungen auch Taten folgen lassen.“ Daher beantragt seine Fraktion die Einrichtung von 116 Plätzen, für die Träger und Räumlichkeiten schon zur Verfügung stehen. Den übrigen beantragten Betreuungsplätzen soll zugestimmt werden, wenn geeignete Räumlichkeiten und Träger zur Verfügung stehen.
Nach Auffassung der SPD sind die benötigten Mittel kurzfristig tragbar und langfristig ohnehin unvermeidbar. Pesditschek: „Man darf nicht nur in Sonntagsreden beschwören, wie wichtig Investitionen in Bildung und Erziehung unserer Kinder für die Zukunft unseres rohstoffarmen Landes sind, sondern muss dem wochentags auch Taten folgen lassen.“
gez. Stefan Wilke
Fraktionsgeschäftsführer
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