CDU-Ratsherr verhöhnt Eltern
06. Mai 2010
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Für zynisch und empörend hält Manfred Pesditschek, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, die Äußerung des jugendpolitischen Sprechers der CDU, Ratsherr Weißeno. Mit der Aussage, es sei illusorisch anzunehmen, jeder könne den von ihm gewünschten Platz vor seiner Haustür finden, verhöhne Weißeno die Eltern, die verzweifelt für ihr Grundschulkind eine Nachmittagsbetreuung suchen.
Pesditschek: „Für viel zu viele Eltern gibt es nicht nur keinen Platz vor der Haustür oder in zumutbarer Entfernung, sondern gar keinen“. Mit seinem Platzangebot für Grundschulkinder – ob als Offene Ganztagsschule, als Hort oder über die Schulkindbetreuung an Schulen – erreiche Braunschweig nicht einmal den Durchschnitt der Region, von Städten wie Wolfsburg oder Celle ganz zu schweigen, wo ein flächendeckendes Angebot bestehe. Das sei schon beschämend genug für eine Stadt, bei der die Familien- und Kinderfreundlichkeit nach den Aussagen des Oberbürgermeisters besondere Priorität habe. Der Oberbürgermeister müsse sich fragen lassen, was diese Aussage wert sei, wenn die berechtigten Sorgen der Eltern so oberflächlich abgetan würden.
Pesditschek kündigte an, dass die SPD-Fraktion in der Ratssitzung am 11. Mai 2010 die Verwaltungsvorlage als völlig unzureichend ablehnen werde. Stattdessen werde sie einen Änderungsantrag einbringen, in dem weitere Betreuungsangebote dort gefordert werden, wo es räumlich möglich ist.
gez. Stefan Wilke
Fraktionsgeschäftsführer
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